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Dauerhafte Belagsreparatur · ab Lager in der Schweiz

Für Betriebsareale, Verladeflächen und Werkhöfe:

Belagsschäden einmal richtig reparieren – nicht jedes Frühjahr aufs Neue.

Risse und Schlaglöcher auf Arealen, Rampen und Zufahrten sind Sicherheits- und Kostenrisiko zugleich – und wachsen mit jedem Frost weiter. CHIPFILL® wird mit dem Gasbrenner wasserdicht in den Belag eingeschweisst und lässt sich weder ausschwemmen noch ausfahren.

Das Ergebnis hält, was eine Reparatur halten muss: wasserdicht, frostfest und belastbar bis in den Schwerverkehr – vergleichbar mit der höchsten Verkehrsklasse P7 der Strassenmarkierung PREMARK®. Und das ganze Jahr über, nicht nur in der warmen Saison wie bei Kaltasphalt. Ab Lager bei der Fischer & Cie. AG – ohne Zoll, ohne Importfrist.

Operative Risiken durch Belagsschäden

Warum provisorische Flickstellen teuer werden.

  • Sicherheit – Mensch & Maschine. Kippgefahr für Gabelstapler, Stolperstellen, Schäden an Transportgütern.
  • Werkeigentümerhaftung (Art. 58 OR). Für Schäden aus mangelhaftem Unterhalt haftet der Eigentümer – Gemeinde wie Unternehmen.
  • Wiederkehrende Kosten. Kaltasphalt-Flickstellen brechen aus und müssen jede Saison nachgebessert werden.

Wissen rund um die Belagsreparatur. Antworten auf die 14 wichtigsten Fragen zur dauerhaften Reparatur von Asphaltschäden – von der Materialkunde über die richtige Menge bis zur Verarbeitung Schritt für Schritt.

Warum müssen Belagsschäden repariert werden?

Schäden in Asphaltflächen – auf Betriebsarealen, Werkhöfen, Zufahrten oder Gemeindestrassen – sind mehr als ein optisches Problem. Sie sind ein Sicherheitsrisiko, das mit jedem Frost-Tau-Zyklus grösser wird.

Am stärksten trifft es dort, wo täglich Betrieb herrscht. Auf Werk- und Logistikarealen steigt mit jedem Schlagloch die Unfallgefahr für Mitarbeitende und Lieferanten: Gabelstapler können in Vertiefungen verkanten, Ladung kippt, Ware wird beschädigt. Auf Gemeindestrassen, Trottoirs und Velowegen werden aus kleinen Rissen mit der Zeit Schlaglöcher, die sich mit Wasser füllen und im Winter gefrieren – ein Risiko für Fahrzeuge wie für Fussgänger. Und selbst die private Hofeinfahrt bleibt davon nicht verschont.

Dahinter steht ein Punkt, den Eigentümer nicht übersehen sollten: die Werkeigentümerhaftung nach Art. 58 OR. Eine Strasse, ein Trottoir oder ein Betriebsareal gilt rechtlich als „Werk“. Wer Eigentümer eines solchen Werks ist – die Gemeinde ebenso wie das Unternehmen –, haftet für Schäden, die aus mangelhaftem Unterhalt entstehen. Diese Haftung ist eine Kausalhaftung: Sie greift bereits beim Mangel selbst, ein Verschulden muss der Geschädigte nicht nachweisen. Ein bekanntes, nicht behobenes Schlagloch ist damit nicht nur ein Betriebsärgernis, sondern ein konkretes Haftungsrisiko.

Der eigentliche Feind ist der Frost-Tau-Zyklus: Asphalt ist eine Mischung aus Gestein und dem Bindemittel Bitumen. Dringt Wasser zwischen Steine und Bitumen ein, sprengt der Frost diese Verbindung auf. Hat sich einmal eine Angriffsstelle gebildet, lässt sich die Ausbreitung kaum noch stoppen. Die einzige wirksame Gegenstrategie ist eine wasserdichte Reparatur – und genau das leistet CHIPFILL®.

Eine Reparatur ist immer nur eine Reparatur – keine Neuerstellung. Aber sie kostet einen Bruchteil davon und verhindert, dass aus einem kleinen Riss ein grosses Schlagloch wird. Handeln Sie frühzeitig, solange der Schaden noch klein ist.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Belagsreparatur?

Mit CHIPFILL® lässt sich grundsätzlich das ganze Jahr über reparieren – ein wesentlicher Vorteil gegenüber Kaltasphalt, gerade für Betriebe und Werkhöfe, die nicht auf die warme Saison warten können. Dennoch beeinflussen ein paar materialspezifische und physikalische Aspekte die Wahl des Zeitpunkts.

Kaltasphalt: temperaturabhängig. Kaltasphalte brauchen eine Mindesttemperatur von ca. 5 °C in Boden und Luft. Ihre chemischen Inhaltsstoffe müssen verdunsten, damit das Material aushärtet – bei Kälte funktioniert das nicht zuverlässig.

CHIPFILL®: ganzjährig möglich, Frühjahr bevorzugt. Wir empfehlen die Reparatur bevorzugt im Frühjahr ab ca. 5 °C – aus drei Gründen:

  • Maximale Schadensausdehnung im Frühjahr. Kaltasphalt und CHIPFILL® sind nach dem Aushärten nicht flexibel und haben keinen Dehnungsfugeneffekt. Je kälter der Boden, desto stärker ist er zusammengezogen – Risse und Schäden haben dann ihre grösste Ausdehnung. Eine Reparatur in diesem Zustand schliesst den Schaden vollständiger.
  • Kühlerer Boden erleichtert das Verschweissen. Im Hochsommer kann die Belagsoberfläche durch direkte Sonneneinstrahlung über 50 °C heiss werden. Zusammen mit der Schweisshitze speichert der Asphalt die Wärme tief im Kern – bei tiefen Schlaglöchern verlängert das die Abkühlzeit erheblich.
  • Rissreparaturen im Hochsommer. Zieht sich der Boden in Herbst und Winter zusammen, kann CHIPFILL® an einer reparierten Rissstelle reissen. Das Material bröckelt dabei nicht aus – die Stelle lässt sich jederzeit neu verschweissen. Anders als bei Kaltasphalt oder Flüssigbitumen entfällt das aufwändige Entfernen des alten Materials vollständig.

Grundsätzlich gilt: Die Reparaturstelle sollte während der Verarbeitung möglichst trocken sein. Leichte Restfeuchte verdampft beim Vorheizen mit dem Gasbrenner. Bei starkem Regen die Reparatur auf einen trockenen Tag verschieben.

Für welche Reparaturen lässt sich CHIPFILL® einsetzen?

CHIPFILL® eignet sich für nahezu jede Form von Belagsschaden – im Aussen- wie im Innenbereich. Aussen handelt es sich meist um Walzasphalt, innen um Gussasphalt; für beide ist CHIPFILL® geeignet.

Damit lassen sich unter anderem reparieren:

  • Schlaglöcher bis ca. 60 mm Tiefe und bis ca. 1 m² Fläche
  • Tiefere Schäden ab ca. 20–30 mm in Kombination mit AGGREFILL® als Tiefenfüller
  • Risse und Fugen
  • Flächige Beschädigungen bis ca. 4,5 cm Tiefe (in drei Schichten zu je 1,5 cm aufgebaut)
  • Dellen und Mulden, in denen sich Wasser sammelt (flache Pfützen)
  • Eindrücke im Belag vor Warentoren, verursacht durch LKW oder Überladebrücken
  • Spurrillen
  • Vorbeugendes Verschweissen erster Risse und Ausbrüche, um sie frostfest zu versiegeln, bevor sich der Schaden ausweitet

Faustregel zur Tiefe: Bis ca. 2 cm Tiefe wird direkt mit CHIPFILL® aufgefüllt. Bei tieferen Schlaglöchern kommt AGGREFILL® als Tiefenfüller darunter, darüber eine CHIPFILL®-Deckschicht von mindestens 1,5 cm.

Woraus besteht CHIPFILL®?

CHIPFILL® ist eine Thermoplastik – ein Kunststoffgemisch, das unter Hitze verarbeitet wird. Das Material wird in die vorbereitete Schadstelle eingestreut, geglättet, angedrückt und anschliessend mit dem Gasbrenner eingeschweisst.

CHIPFILL® besteht zum grössten Teil aus demselben Grundmaterial wie die thermoplastische Strassenmarkierung PREMARK®, die nach BASt (Bundesanstalt für Strassenwesen) zertifiziert und für die höchste Verkehrsklasse P7 zugelassen ist. CHIPFILL® selbst ist nicht BASt-zertifiziert; die Zulassung von PREMARK® dient daher als Vergleichsreferenz für die Belastbarkeit.

So entsteht die wasserdichte Verbindung. Unter Hitze schmilzt die Thermoplastik. Gleichzeitig schwitzt das Bitumen im umliegenden Asphalt aus. Beide zähflüssigen Stoffe vermischen sich und bilden beim Erkalten eine feste, wasserdichte Bindung – genau das macht die Reparatur frostfest.

Lieferform: lose Späne. Das Material wird in Spänen geliefert – ca. 10 mm lang, 5 mm breit und 1–2 mm dick. Ein Trennmittel verhindert das Aneinanderkleben der Späne. Haben sich durch Lagerung oder Transport Klumpen gebildet, lassen sie sich von Hand leicht zerbröseln.

Mengenbeispiel. Ein Standard-Sack mit 12 kg entspricht einem Volumen von ca. 8.000 cm³ (8 Liter). Damit lässt sich z. B. eine Fläche von 100 cm × 80 cm bei 1 cm Schichtdicke reparieren.

Was ist AGGREFILL® und woraus besteht es?

AGGREFILL® ist ein preiswerter Tiefenfüller. Bei tieferen Schlaglöchern füllt es den grössten Teil des Lochvolumens auf, bevor die CHIPFILL®-Deckschicht aufgebracht wird. Der Hintergrund: CHIPFILL® lässt sich nur bis maximal 4,5 cm Stärke aufbringen – in höchstens drei Schichten zu je 1,5 cm. Tiefere Löcher werden daher zunächst mit AGGREFILL® verfüllt.

Woraus besteht AGGREFILL®? AGGREFILL® besteht aus kleinen, mit Bitumen umhüllten Steinchen. Beim Verschweissen mit dem Gasbrenner wird das Bitumen angelöst; die Steinchen verkleben miteinander und bilden eine feste, tragfähige Masse.

Lieferform. AGGREFILL® wird im 20-kg-Sack geliefert und füllt ein Volumen von ca. 14.000 cm³ (14 Liter).

Wichtig – immer mit CHIPFILL®-Deckschicht. Über die AGGREFILL®-Füllung gehört stets eine CHIPFILL®-Deckschicht von mindestens 1,5 cm Stärke. Erst diese Deckschicht macht die Reparatur wasserdicht und frostfest – AGGREFILL® allein versiegelt die Stelle nicht.

Worin liegt der Unterschied zwischen Kaltasphalt und CHIPFILL®?

Der Hauptunterschied liegt in zwei Punkten: im Material und im Verarbeitungsverfahren. Beide entscheiden darüber, wie dauerhaft eine Reparatur ist.

Kaltasphalt – Material und Eigenschaften. Kaltasphalt ist eine Mischung aus Gestein und Bitumen mit chemischen Spezialstoffen, die eine kalte Verarbeitung ermöglichen. Üblich sind drei Gesteinskorngrössen:

  • bis 3 mm (Kennung 0/3)
  • bis 5 mm (Kennung 0/5)
  • bis 8 mm (Kennung 0/8)

Daneben gibt es den reaktiven Kaltasphalt: Ein chemischer Zusatz (eine Art Harz) führt unter Zugabe von Wasser zu einer besonders starken Verfestigung. Das Material wird aus dem Eimer entnommen, in die vorbereitete Stelle eingefüllt und anschliessend verdichtet.

CHIPFILL® – Material und Eigenschaften. CHIPFILL® besteht aus einer bewährten Thermoplastik aus dem Bereich der Strassenmarkierung. Da das Material beim Verschweissen verflüssigt wird, sind keine unterschiedlichen Körnungen nötig.

Kaltasphalt – Vorteile

  • Schnelle Verarbeitung
  • Kostengünstig in der Anschaffung
  • Je nach Produkt ist eine schnelle Verkehrsfreigabe möglich

Kaltasphalt – Nachteile

  • Geht keine wasserdichte Verbindung mit den Flanken des Schlaglochs ein
  • Dadurch nicht wirklich frostfest, da Wasser eindringen kann
  • Wird in der Praxis oft nicht ausreichend verdichtet und daher schnell wieder ausgefahren
  • Lagerfähigkeit bei reaktivem Kaltasphalt nur ca. 6 Monate
  • Angebrochene Eimer härten bei unzureichendem Verschluss schnell aus
  • Versand von Einzelgebinden (Eimer 20–25 kg) ist im Verhältnis zum Warenwert teuer

CHIPFILL® – Vorteile

  • Schnelle Verarbeitung, besonders bei dünnen Reparaturflächen bis 1,5 cm
  • Verschmilzt mit dem Bitumen des Asphalts und wird dadurch wasserundurchlässig
  • Die Reparaturstelle ist frostfest und kann nicht mehr ausbrechen
  • Vergleichbar mit der Verkehrsklasse P7 der Strassenmarkierung PREMARK® – sehr abrieb- und druckfest
  • Teilentnahmen in Kleinstmengen möglich, ohne dass die Restmenge durch Luftkontakt unbrauchbar wird
  • Ein Ausfahren der reparierten Stelle ist nahezu ausgeschlossen
  • Sackt ein tiefes Loch mit CHIPFILL®/AGGREFILL®-Füllung später nach, lässt es sich jederzeit erneut auffüllen und verschweissen
  • Hohe Temperaturbeständigkeit – auch unter Extremhitze beständig (die Aushärtung dauert dann allerdings länger)

CHIPFILL® – Nachteile

  • Teurer als Kaltasphalt
  • Benötigt einen Gasbrenner und Propangas
  • Je nach Jahreszeit (besonders im Hochsommer) und Grösse der Reparaturstelle kann das Auskühlen und damit die Verkehrsfreigabe länger dauern

Fazit. Kaltasphalt hat für die schnelle, provisorische Ausbesserung nach wie vor seine Berechtigung. Wer aber eine dauerhafte, frostfeste Reparatur will, kommt an CHIPFILL® kaum vorbei – das Material ist seit über 20 Jahren im Einsatz, und wer es einmal verwendet hat, bleibt in der Regel dabei.

Wie viel CHIPFILL® benötigt man bei welchen Reparaturen?

Die Standard-Verpackungseinheit ist der 12-kg-Sack. Den Bedarf bestimmen Sie über das Volumen der Schadstelle – einfach Länge × Breite × Tiefe.

So berechnen Sie den Bedarf:

  • Schadstelle ausmessen: Länge × Breite × Tiefe (wir rechnen in cm, weil sich das Volumen in cm³ am einfachsten bestimmen lässt).
  • Eine CHIPFILL®-Schicht darf maximal 1,5 cm stark sein. Bis zu drei Schichten ergeben eine Gesamtdicke von 4,5 cm.
  • Faustwert: Ein 12-kg-Sack ergibt ca. 8.000 cm³ (8 Liter) Füllvolumen – rund 670 cm³ (0,67 Liter) pro Kilogramm.
Schadstelle (L × B × T)VolumenMaterialbedarf
Riss / kleine Ausbrüchegeringteelöffelweise aus dem Sack
30 × 30 × 2 cmca. 2.000 cm³ (2 L)ca. 3 kg CHIPFILL®
50 × 50 × 2 cmca. 5.000 cm³ (5 L)ca. 8 kg CHIPFILL®
100 × 80 × 1 cmca. 8.000 cm³ (8 L)12 kg CHIPFILL® (1 Sack)

Verkauft wird ausschliesslich der 12-kg-Sack; die kg-Angaben in der Tabelle zeigen den Materialbedarf je Reparatur, also wie viel aus dem Sack verbraucht wird.

Teelöffelweise: ideal für die vorsorgliche Reparatur. Da CHIPFILL® als feine Späne geliefert wird, lässt es sich gerade bei kleinen Stellen und Rissen exakt portionieren – auch teelöffelweise. So werden erste Risse oder kleine Ausbrüche frostfest verschlossen, bevor sie sich vergrössern oder durch Frost aufbrechen. Anders als Flüssigbitumen, das oft bei Rissen verwendet wird, kann CHIPFILL® nicht vom Regenwasser ausgeschwemmt werden.

Wann und wie setzt man zusätzlich AGGREFILL® ein?

Das Reparatursystem aus CHIPFILL® und AGGREFILL® eignet sich für Schlaglöcher bis 6 cm Tiefe und bis zu 1 m² Fläche (100 × 100 cm). Bis ca. 2 cm Tiefe genügt CHIPFILL® allein. Da CHIPFILL® nur bis maximal 4,5 cm Gesamtdicke aufgebaut werden sollte, übernimmt bei tieferen Löchern AGGREFILL® die Verfüllung des Hauptvolumens.

AGGREFILL® ist im 20-kg-Standardsack erhältlich (Volumen ca. 14.000 cm³ = 14 Liter). Die Restfeuchte im Sack ist produktionsbedingt und kein Mangel – sie verdunstet beim Erhitzen.

Der bewährte Schichtaufbau – Schritt für Schritt:

  • Untergrund vorbereiten & Basisschicht (ca. 0,5–1 cm). Schlagloch reinigen und losen Asphalt entfernen. Eine dünne Schicht CHIPFILL® auf den Boden streuen und verschweissen – das bindet losen Untergrund und schafft eine stabile Basis.
  • AGGREFILL® einfüllen (ca. 3 cm). In einer Schicht von maximal 3 cm einfüllen, festtreten bzw. verdichten und gut erhitzen – so lange, bis das Bitumen verschweisst und die Steinchen auf Temperatur sind.
  • Lücken mit CHIPFILL® schliessen (ca. 1 cm). Zwischen den Steinen bleiben Lücken. CHIPFILL® ca. 1 cm dick aufstreuen – die feinen Späne rutschen dazwischen. Anschliessend stark erhitzen: Wenn der Gasdruck sichtbare Wellenbewegungen erzeugt, sackt das CHIPFILL® zwischen die Steine und gibt dem Aufbau beim Erkalten zusätzliche Stabilität. Schritt – bei Bedarf mit einer weiteren Lage AGGREFILL® – wiederholen, bis nur noch ca. 1,5–2 cm bis zur Oberfläche fehlen.
  • Deckschicht aufschweissen (ca. 1,5–2 cm). Das verbleibende Volumen komplett als CHIPFILL®-Deckschicht verschweissen (max. 1,5 cm pro Schicht). Diese Deckschicht versiegelt die Reparatur wasserdicht und frostfest.

Querschnitt einer tiefen Reparatur (ca. 6 cm), von unten nach oben:

SchichtDickeAufbau
Basisschichtca. 0,5–1 cmCHIPFILL® auf den gereinigten Boden verschweissen
Tiefenfüllungca. 3 cmAGGREFILL® auffüllen, festdrücken und gut erhitzen
Übergangca. 1 cmCHIPFILL® aufstreuen & einschmelzen, bis es ins AGGREFILL® absackt (ggf. wiederholen)
Deckschichtca. 2 cmCHIPFILL® komplett verschweissen (max. 1,5 cm/Schicht)

Mögliche Nachverdichtung. Je nach Schichtdicke und Belastung kann sich der Aufbau später leicht setzen und eine flache Delle bilden. Diese lässt sich auch nach Monaten jederzeit mit CHIPFILL® auffüllen und verschweissen.

Wie haltbar ist CHIPFILL®?

Lagerung. CHIPFILL® wird standardmässig im 12-kg-Sack geliefert und ist frostsicher gelagert mindestens 12 Monate haltbar. Bei höheren Temperaturen oder während Transport und Lagerung können die Späne etwas verklumpen. Dank des Trennmittels lassen sich solche Klumpen problemlos von Hand oder mit einem Hammer wieder zerbröseln.

Belastbarkeit und Verschleissfestigkeit. Die Belastbarkeit von CHIPFILL® lässt sich mit der Verkehrsklasse P7 vergleichen. Da CHIPFILL® nahezu aus derselben Thermoplastik wie die Strassenmarkierung PREMARK® hergestellt wird, kann deren Zertifizierung (nach DIN, geprüft von der BASt) als Vergleichsreferenz herangezogen werden.

Was bedeutet die Verkehrsklasse P7? P7 ist die höchste erreichbare Zertifizierung für Strassenmarkierungen. Die Prüfungen erfolgen nach DIN-Norm auf einer Rad-Prüf-Anlage (RPA), die dauerhafte Überrollungen durch LKW-Reifen simuliert.

Radüberrollungen (RPA)Verkehrsklasse
0,1 MillionenP2
0,5 MillionenP4
1,0 MillionenP5
2,0 MillionenP6
4,0 MillionenP7 – höchste Klasse

Aus dem Dauereinsatz. Die zentrale Autobahnmeisterei des Grossherzogtums Luxemburg repariert ihre Autobahnen seit Jahren grösstenteils mit CHIPFILL® und AGGREFILL®. Der jahrelange Einsatz und die regelmässigen Folgebestellungen sprechen für die Haltbarkeit des Systems.

Welche Kenntnisse braucht man für die Verarbeitung von CHIPFILL®?

CHIPFILL® ist – wie die meisten Lösungen für die Belags- und Industriebodenreparatur – bewusst so ausgelegt, dass es sich mit handwerklichen Grundfähigkeiten verarbeiten lässt. Spezielle Schulungen, Zulassungen oder Bewilligungen sind nicht erforderlich. Für Werkhöfe, Hauswartungen und Baubetriebe heisst das: Die Belagsreparatur bleibt in den eigenen Händen – ohne externe Spezialfirma.

Wer mit den folgenden, alltäglichen Hilfsmitteln umgehen kann, kann auch eine Belagsreparatur mit CHIPFILL® ausführen:

  • Besen – zum Reinigen der Schadstelle
  • Schaufel – zum Einbringen des Materials
  • Gasbrenner mit Feuerzeug – zum Anzünden der Gasflamme

Die wichtigste Grundlage ist – wie bei jedem Handwerk – der eigene Anspruch an ein sauberes, ordentliches Ergebnis. Mit etwas Sorgfalt gelingt die Reparatur auch ohne Vorerfahrung.

Welches Werkzeug benötigt man für die Verarbeitung von CHIPFILL®?

Für die Verarbeitung von CHIPFILL® brauchen Sie kein Spezialwerkzeug – die Ausrüstung gehört zum üblichen Bestand eines Werkhofs oder Baubetriebs. Was fehlt, bekommen Sie bei der Fischer & Cie. AG aus einer Hand: Propangas ab eigenem Gasdepot, Schutzausrüstung und Werkzeug aus dem Sortiment (Details unter Beratung & Service).

Persönliche Schutzausrüstung

  • Arbeitshandschuhe
  • Lange Hose
  • Festes Schuhwerk

Reinigung und Vorbereitung

  • Besen
  • Drahtbürste
  • Schaufel und Kehrblech
  • Eimer für losen Schmutz

Zur Verarbeitung

  • Gasbrenner mit Brennerkopf (Fackel) und Gasregler, passend für eine handelsübliche Propangasflasche
  • Empfohlen: 10,5-kg-Propangasflasche für durchgehende Arbeiten; für kleinere oder mobile Einsätze genügt eine 5-kg-Flasche

Hinweis zum Gasbrenner: Achten Sie auf einen Brenner mit ausreichender Leistung, um das Material vollständig zu verflüssigen.

Wie verarbeitet man CHIPFILL® Schritt für Schritt?

Die Verarbeitung von CHIPFILL® ist unkompliziert. Mit der folgenden Anleitung gelingt die Reparatur zuverlässig.

  1. Reparaturstelle vorbereiten: Sämtlichen Schmutz, Pflanzenbewuchs und losen, zerbröselten Belag entfernen. Sichtbare Verunreinigungen wie Öl beseitigen – chemisch-biologisch oder durch Abflämmen. Hinweis: Beim Vorbereiten vergrössert sich die Schadstelle oft sichtbar. Planen Sie daher etwas mehr Material ein als bei der ersten Volumenbestimmung.
  2. Reparaturstelle vorheizen: Vor dem Auftragen die Stelle vorheizen – so lange, bis der Belag leicht glänzt. In diesem Moment beginnt das Bitumen im Belag zu „schwitzen“ und sich zu verflüssigen. Der Belag wird weicher, nimmt dabei aber keinen Schaden.
  3. CHIPFILL® einfüllen und andrücken: CHIPFILL® in die vorgeheizte Stelle einfüllen und andrücken. Dank der feinen Späne lässt es sich exakt portionieren – bei Rissen und kleinen Ausbrüchen auch teelöffelweise.
  4. Mit dem Gasbrenner verschweissen: Eine CHIPFILL®-Schicht darf maximal 1,5 cm stark sein; bis zu drei Schichten ergeben maximal 4,5 cm Gesamtdicke. Halten Sie die Flamme an das CHIPFILL®. Über den Hebel am Brennergriff erhöhen Sie den Gasfluss – die Flamme wird blau und sehr heiss (der „Turbo“). Halten Sie die Flamme zunächst ca. 20 cm über das Material und schwenken Sie sie hin und her; die Hitze regulieren Sie über Abstand und Schwenken. Das CHIPFILL® verflüssigt sich, sackt etwas zusammen und verbindet sich an Rändern und Flanken mit dem Bitumen. Beim Einsatz mit AGGREFILL® läuft es in die Zwischenräume der Steine.
  5. Weitere Schichten aufbauen: Bei Bedarf die nächste Schicht (max. 1,5 cm) aufschweissen – bis zu einer Gesamtstärke von maximal 4,5 cm.

Wichtig – Verbrennungsgefahr: Die vorgeheizten Stellen sind sehr heiss. Je nach Jahreszeit und Sonneneinstrahlung speichert der Belag die Wärme stark und lange. Tragen Sie Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk und berühren Sie die Reparaturstelle nicht mit blossen Händen.

Gut zu wissen: Sie können CHIPFILL® so stark erhitzen, dass es leicht „köchelt“ und der Flammendruck Wellenbewegungen erzeugt. Dünnflüssig wird es dabei nicht. Schlagen kurz Flammen aus dem Material, schadet das nicht – nehmen Sie den Brenner kurz zur Seite, dann verlöschen sie. Das Material verbrennt nicht und wird nicht beschädigt.

Wie schnell härtet CHIPFILL® aus?

CHIPFILL® härtet schnell aus, sodass in der Regel eine zeitnahe Verkehrsfreigabe möglich ist. Wie schnell genau, hängt von mehreren Faktoren ab.

Im Normalfall: 30 bis 60 Minuten

Flache Stellen bis ca. 20 mm Tiefe sind bei normalen Temperaturen nach ca. 30 bis 60 Minuten voll belastbar. Ein Beispiel: Wird eine flache Stelle bei ca. 10 °C Boden- und Umgebungstemperatur repariert, gibt das Material die Hitze schnell ab und ist nach etwa 30 Minuten ausgehärtet. Schlimmstenfalls entsteht ein Reifenabdruck, der sich einfach wieder wegschmelzen lässt.

Wovon die Aushärtezeit abhängt

  • Grundwärme des Bodens
  • Lufttemperatur
  • Intensität der Sonneneinstrahlung (Jahreszeit)
  • Tiefe der Reparaturstelle
  • Fläche der Reparaturstelle

Ein Extrembeispiel aus der Praxis

Wie gross die Bandbreite sein kann, zeigt ein Extremfall: An einem Zentrallager eines grossen Einzelhändlers hatten 40-Tonnen-Lastwagen vor den Warentoren Eindrücke von ca. 60 mm Tiefe und ca. 30 × 40 cm Fläche hinterlassen. Im Hochsommer lagen die Temperaturen tagelang bei 25–30 °C, nachts noch bei ca. 20 °C, bei dauerhafter Sonneneinstrahlung. Der Belag war dadurch stark aufgeheizt, weich und kühlte selbst nachts kaum ab. Die Löcher wurden mit der Kombination AGGREFILL® und CHIPFILL® verschweisst; das Verschweissen erhitzte die Stelle auf über 200 °C. Selbst Kühlen mit Wasser half kaum, weil der Boden die Hitze bis in den Kern speicherte. Es dauerte rund 48 Stunden, bis die Flächen wieder voll belastbar waren.

Warum dieser Hinweis hier steht: Solche Extrembedingungen – grosse Hitze, tiefer Schaden und sofortige Belastung – nennen wir bewusst, damit Sie realistisch planen und entscheiden können, ob der geplante Zeitpunkt wirklich passt.

Ihr Partner in der Schweiz

Beratung und Service durch die Fischer & Cie. AG

Wer CHIPFILL® in der Schweiz einsetzt, bekommt bei der Fischer & Cie. AG mehr als eine Bestellnummer. Das unabhängige, eigentümergeführte Familienunternehmen mit Wurzeln bis ins Jahr 1862 beliefert von Langnau i. E. und Lyssach aus das Bauhaupt- und Baunebengewerbe – mit rund 65 Mitarbeitenden und vier Geschäftsbereichen: Stahl, Baumaterial, Haustechnik und Arbeitskleider.

Für die Belagsreparatur heisst das: alles aus einer Hand. CHIPFILL® und AGGREFILL® liegen ebenso an Lager wie das, was Sie drumherum brauchen – Propangas aus dem eigenen Gasdepot, Schutzhandschuhe und Sicherheitsschuhe aus der Arbeitsschutz-Abteilung, Besen und Absperrmaterial aus dem Baumaterialsortiment. Statt bei vier Lieferanten zu bestellen, holen Sie alles an einem Schalter ab.

Das bringt Ihnen die Zusammenarbeit

  • Persönliche Beratung vor Ort. In der Abteilung Baumaterial in Langnau und Lyssach beraten Sie Fachleute, die den Schweizer Baumarkt kennen.
  • Ware ab Lager statt Importfrist. Kein Zoll, keine Wartezeit, keine Fracht aus dem Ausland. Was Sie am Vormittag brauchen, steht am Vormittag bereit.
  • Rollendes Lager. Mit dem eigenen Fahrzeugpark ist Fischer täglich unterwegs und liefert termingerecht an Ihr Lager oder direkt auf die Baustelle.
  • Hilfe bei der Mengenkalkulation. Bei Bedarf beraten wir Sie gerne bei einer Besichtigung vor Ort.
  • Einfache Nachbestellung. Über den E-Shop rund um die Uhr, mit hinterlegten Kundenkonditionen, oder per App und Strichcode direkt aus Ihrem Lager.

Ihr Ansprechpartner für CHIPFILL®

Michael Schlüchter · Aussendienst Baumaterial

Fischer & Cie. AG · Moserstrasse 17 · 3421 Lyssach

T. 079 296 59 63 · m.schluechter@fischer-ag.ch

Adresse

Fischer & Cie AG
Güterstrasse 28
3550 Langnau i.E.
T. 034 409 99 99
F. 034 409 99 98
www.fischer-ag.ch

 

Fischer & Cie AG
Moserstrasse 17
3421 Lyssach
T. 034 409 99 00
F. 034 409 99 08
www.fischer-ag.ch

Öffnungszeiten

Standort Langnau:
Mo–Do 07.00–12.00 Uhr; 13.00–17.30 Uhr
Fr 07.00–12.00 Uhr; 13.00–17.00 Uhr

Standort Lyssach:
Mo–Fr 07.00–12.00 Uhr; 13.00–17.15 Uhr

Umsetzung und Pflege: Framary GmbH Impressum Datenschutz